Industrie und was dazu gehört

Grundsätzlich bezeichnet „Industrie” jenen Teil der Wirtschaft, dessen Kern die Produktion und Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren ist. Da die Industrie von heute immer stärker mit dem Dienstleistungssektor verschmilzt, umfasst der moderne Industriebegriff zusätzlich den Servoindustriellen Sektor.

Die OÖ. Industrie erzielt herausragende Wertschöpfungseffekte, die die Bedeutung der Industrie regional sowie gesamtwirtschaftlich hervorheben. Als industrielles Herz sowie als Motor für die Wirtschaft von ganz Österreich erwirtschaftet das Industrieland Oberösterreich einen weit überdurchschnittlichen Anteil an der Steuerleistung des Bundes.

Gesamtwirtschaftlich generiert die OÖ. Industrie 900.000 Beschäftigungsverhältnisse österreichweit, davon 570.000 in Oberösterreich. D.h. ca. jeder fünfte Arbeitsplatz in der gesamten österreichischen Wirtschaft ist direkt, indirekt und induziert mit der OÖ. Industrie verknüpft.

  • Der Servoindustrielle Sektor beschäftigt in OÖ knapp 400.000 Personen, im industriellen Kern – der Herstellung von Waren – sind es 175.000.
  • Durch die enge Verflechtung mit Lieferanten und Kunden sichert ein Beschäftigungsverhältnis im Kern der OÖ. Industrie insgesamt 2,75 Arbeitsplätze österreichweit, ein Euro an Wertschöpfung verursacht 2,30 Euro an gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung.
  • Mehr als jeder zweite Erwerbstätige in Oberösterreich arbeitet im Servoindustriellen Sektor, mehr als 60 Prozent der regionalen Wertschöpfung von OÖ wird vom Servoindustriellen Sektor geleistet und knapp zwei Drittel der in Oberösterreich getätigten Bruttoanlageinvestitionen stammen vom Servoindustriellen Sektor.
  • Rund 80 Prozent der F&E-Ausgaben in Oberösterreich stammen vom Unternehmenssektor und damit größtenteils von der OÖ. Industrie.

Die Dominanz des Industrielandes Oberösterreich spiegelt sich besonders im Bundesländervergleich wider. Die OÖ. Industrie erzielt eine Bruttowertschöpfung, die im industriellen Kern der Herstellung von Waren nahezu gleich groß ist wie jene der Bundesländer Steiermark und NÖ bzw. von Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten zusammen.

Auch bei der Bruttowertschöpfung im produzierenden Sektor im Regionalvergleich gemäß europäischer NUTS 3-Regionen-Einteilung dominieren die oberösterreichischen Regionen. Vier von fünf oö. Regionen sind in den TOP 10 der 36 österreichischen Regionen. Das Innviertel (Platz 5) und das Mühlviertel (Platz 19) sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten die am stärksten wachsenden Industrieregionen von ganz Österreich. Die Region Linz-Wels ist im Vergleich der Bruttowertschöpfung im produzierenden Sektor nach Wien die mit Abstand stärkste Region Österreichs. Steyr-Kirchdorf hat mit 53 Prozent den höchsten Industrieanteil an der regionalen Wirtschaft in der Region österreichweit.

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