Industrie und was dazu gehört

Industrie bezeichnet den Teil der Wirtschaft, dessen Kern die Produktion und Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren ist.

Die Industrie von heute verschmilzt immer stärker mit dem Dienstleistungssektor. Der moderne Industriebegriff des Servoindustriellen Sektors umfasst die Sachgütererzeugung, die Energie- und Wasserversorgung, das Bauwesen sowie industrienahe oder produktionsorientierte Dienstleistungen wie etwa Softwareentwicklung, Engineering, Forschung und Entwicklung. 

Die Industrie in Oberösterreich treibt als Wachstumsmotor die Leistungsfähigkeit der gesamten (ober)österreichischen Wirtschaft an. Ein wesentlicher Ursprung dieser Dynamik liegt in der Industrie im engeren Sinn (ieS), auch als Herstellung von Waren bezeichnet. Durch zahlreiche Verflechtungen ist die Industrie ieS weit über ihren zentralen Tätigkeitsbereich hinaus mit industrie-und produktionsnahen Betrieben und Unternehmen aus dem Tertiären Sektor verbunden, welche ihre Rolle als Berater, Händler, Zulieferer uvm. wahrnehmen. Die Aspekte der Vernetzung dieser Wirtschaftsaggregates finden im Begriff des Servoindustriellen Sektors, der Industrie im weiteren Sinn (iwS), Berücksichtigung.

OBERÖSTERREICH IST DAS INDUSTRIEBUNDESLAND NUMMER 1

Die Industrie Oberösterreich treibt als Wachstumsmotor die Leistungsfähigkeit der gesamten (ober)österreichischen Wirtschaft an. Die enorme Produktions-, Wertschöpfungs- und Investitionskraft der Industrie macht Oberösterreich zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort.

Die oberösterreichische Industrie ieS produziert 2015 materielle Güter im Wert von 46,14 Mrd. EUR. Das ist der höchste Wert innerhalb Österreichs und entspricht einem relativen Anteil am gesamten Produktionswert Österreichs von 27,33%.  Der Servoindustrielle Sektor Oberösterreichs generiert 74,25 Mrd. EUR an Produktionswert, das ergibt mit 20,36% Anteil am Servoindustriellen Sektor Österreichs Rang 2 im Bundesländerranking hinter Wien.

Rund 27% des österreichweiten Umsatzes in der Herstellung von Waren stammen aus den oberösterreichischen Unternehmen der Industrie ieS (insgesamt rd. 47,90 Mrd. EUR), im Servoindustriellen Sektor 87,58 Mrd. EUR (Ö.-Anteil von 18,89%). In der heimischen Industrie ieS wird mehr als jeder vierte EUR von oberösterreichischen Unternehmen umgesetzt, in der Industrie iwS ist es knapp jeder fünfte EUR. Oberösterreich hat im Bundesländervergleich die höchste Industriedichte ieS mit 62,14%.

Neben der direkten Wertschöpfung, welche in der Regel vor allem eine unmittelbare regionale positive Auswirkung zeigt, schafft die Industrie auch qualitativ hochwertige Arbeitsplätze. Der substanzielle Anteil an lokaler Beschäftigung ist vor allem ein Indikator für die Bedeutung der Industrie für eine Region. Die oberösterreichischen Unternehmen der Herstellung von Waren beschäftigen 168.090,  des Servoindustriellen Sektors 377.471 Personen. In der heimischen Industrie ieS schafft die oberösterreichische Industrie jeden vierten Arbeitsplatz (26,92%), iwS jeden fünften (19,34%).

Durch außerordentliche Kraft in der Produktion, Wertschöpfung und bei den Investitionen schaffen die Industriebetriebe Oberösterreichs Beschäftigung und Wohlstand. 1 EUR an Wertschöpfung in der OÖ Industrie ieS generiert 2,39 EUR an gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfung. Darüber hinaus sichert 1 Beschäftigungsverhältnis weitere 2,9 Arbeitsplätze. Insgesamt generiert die OÖ Industrie iwS 878.000 Beschäftigungsverhältnisse österreichweit, 551.000 davon in OÖ.

Mit mehr als jedem fünften Forschung & Entwicklung (F&E)-EUR und jedem fünften F&E-Kopf ist der oberösterreichische Unternehmenssektor einer der wesentlichen Akteure in der heimischen F&E-Landschaft. Im Jahr 2015 gibt der Unternehmenssektor in Summe mehr als 1,62 Mrd. EUR für F&E aus. Das entspricht 21,66% der österreichweit getätigten F&E-Ausgaben der Unternehmen.

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