Industrie und was dazu gehört

Industrie bezeichnet den Teil der Wirtschaft, dessen Kern die Produktion und Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren ist.

Die Industrie von heute verschmilzt immer stärker mit dem Dienstleistungssektor. Der moderne Industriebegriff des Servoindustriellen Sektors umfasst die Sachgütererzeugung, die Energie- und Wasserversorgung, das Bauwesen sowie industrienahe oder produktionsorientierte Dienstleistungen wie etwa Softwareentwicklung, Engineering, Forschung und Entwicklung.

Die Industrie in Oberösterreich treibt als Wachstumsmotor die Leistungsfähigkeit der gesamten (ober)österreichischen Wirtschaft an. Ein wesentlicher Ursprung dieser Dynamik liegt in der Industrie im engeren Sinn (ieS), auch als Herstellung von Waren bezeichnet. Durch zahlreiche Verflechtungen ist die Industrie ieS weit über ihren zentralen Tätigkeitsbereich hinaus mit industrie-und produktionsnahen Betrieben und Unternehmen aus dem Tertiären Sektor verbunden, welche ihre Rolle als Berater, Händler, Zulieferer uvm. wahrnehmen. Die Aspekte der Vernetzung dieser Wirtschaftsaggregats finden im Begriff des Servoindustriellen Sektors, der Industrie im weiteren Sinn (iwS), Berücksichtigung.

 

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OBERÖSTERREICH IST DAS INDUSTRIEBUNDESLAND NUMMER 1

Die Industrie Oberösterreich treibt als Wachstumsmotor die Leistungsfähigkeit der gesamten (ober)österreichischen Wirtschaft an. Die enorme Produktions-, Wertschöpfungs- und Investitionskraft der Industrie macht Oberösterreich zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort.

Die oberösterreichische Industrie ieS erwirtschaftet im Jahr 2013 einen Produktionswert von rund 44,3 Mrd. EUR. Das ist der höchste Wert innerhalb Österreichs und entspricht einem relativen Anteil am gesamten Produktionswert Österreichs von 26,6%. Der Servoindustrielle Sektor Oberösterreichs generiert 70,3 Mrd. EUR an Produktionswert, das ergibt mit 19,6% der Servoindustriellen Leistung Österreichs Rang 2 im Bundesländerranking hinter Wien.

Die oberösterreichischen Unternehmen der Herstellung von Waren generieren analog zum Produktionswert auch die höchste Bruttowertschöpfung österreichweit. Mit 13,2 Mrd. EUR (Ö-Anteil an der Herstellung von Waren: 27,8%) liegen Oberösterreichs Industrieunternehmen ieS unangefochten an der Spitze des Bundesländerranking.

Die Industrie generiert nicht nur direkte Wertschöpfung, die sich in der Regel in erster Linie unmittelbar in der Region positiv auswirkt, sondern schafft auch qualitativ hochwertige Arbeitsplätze. Mehr als 164.800 Personen verdienen ihr Geld in oberösterreichischen Unternehmen der Herstellung von Waren und mehr als 367.300 Personen in jenen des Servoindustriellen Sektors. Somit befindet sich jeder vierte Arbeitsplatz (26,7%) der Herstellung von Waren Österreichs in Oberösterreich.

Die oberösterreichischen Unternehmen der Industrie haben einen Personalaufwand von 8,8 Mrd. EUR zu tragen – d.h. 27,3% des österreichischen Personalaufwands in der gesamten Herstellung von Waren.
 

In Oberösterreich hängen gut 50% der Beschäftigten, knapp 2/3 der Bruttowertschöpfung und 2/3 der Investitionen sowie rund 80% der Forschungsausgaben am Servoindustriellen Sektor.

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