Bereits zum elften Mal fand der Kindertag der oberösterreichischen Industrie dieses Jahr am 13. und 14. Oktober 2026 an fünf Standorten statt. 17 Unternehmen boten 1.266 Kindern nicht nur spannende Einblicke in die Welt der Industrie, sondern auch die Möglichkeit sich selbst auszuprobieren. 23 Schulen und vier Kindergärten wurden zuletzt in der Industriellenvereinigung OÖ für das MINT-Gütesiegel rezertifiziert. Insgesamt tragen nun 96 Schulen und 17 Kindergärten in Oberösterreich diese Auszeichnung.
Talentierte Hände und helle Köpfe machen MINT

Wie funktioniert ein Roboter? Was lässt sich aus recyceltem Kunststoff herstellen? Und wie bringt man ein selbst gebautes Fahrzeug mit Wind in Bewegung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten Schülerinnen und Schüler beim 11. Kindertag der oberösterreichischen Industrie (KIDI), der am 13. und 14. Oktober 2026 stattfand. Unter dem Motto „Industrie kinderleicht“ ermöglichten 17 Unternehmen Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren, die Welt der Industrie aus nächster Nähe kennenzulernen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht theoretische Erklärungen, sondern das eigene Experimentieren, Tüfteln und Entdecken.
Mit dem Kindertag der Industrie verfolgt die Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) das Ziel, bereits bei jungen Menschen Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu wecken. Gerade für Oberösterreich als führendes Industriebundesland ist die frühzeitige Förderung technisch-naturwissenschaftlicher Kompetenzen von besonderer Bedeutung.
„Wer junge Menschen für Technik begeistern will, muss ihnen die Möglichkeit geben, selbst etwas auszuprobieren und technische Zusammenhänge zu verstehen. Genau hier setzt der Kindertag der Industrie an. Wir wollen Kindern zeigen, wie spannend und vielfältig die Welt der Technik ist, und damit auch den Grundstein für eine spätere MINT-Ausbildung legen. Die Industrie braucht talentierte Hände und helle Köpfe. Handwerk und High-Tech fließen im Zuge der neuen technischen Möglichkeiten durch KI und Robotik ineinander, ergeben neue Kompetenzen und ermöglichen neue berufliche Chancen“, betont IV OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. „MACHT MINT lautet die Botschaft an Kinder und Jugendliche bei der Auswahl ihres Ausbildungs- und Berufsweges.“
Technik erleben – von Robotik bis Recycling
Der diesjährige KIDI fand an fünf Standorten statt: im Welios Science Center in Wels, in der GRAND GARAGE in Linz sowie im Fill Future Lab in Gurten, in der FACC Acadamy in Reichersberg und den Miba Future Labs in Laakirchen. Insgesamt nutzten 1.266 Kinder aus 32 Schulen aus ganz Oberösterreich die Gelegenheit, bei interaktiven Workshops und Ideenwerkstätten selbst aktiv zu werden.
Das Angebot spiegelte die Vielfalt der oberösterreichischen Industrie wider: Die Kinder konnten Zeichenroboter bauen, elektronische Bauteile löten, mit Silikon arbeiten, eigene Windfahrzeuge konstruieren oder einen eigenen Bubble Tea herstellen. Sie beschäftigten sich mit Metallguss und Lasergravur, erforschten die Eigenschaften von Gasen und lernten, wie aus Abfällen wieder wertvolle Rohstoffe werden. Auch Themen wie Stahlproduktion, elektrische Antriebe und die Herstellung von Düngemitteln wurden anschaulich und altersgerecht vermittelt.
Die jeweils eineinhalbstündigen Workshops boten neben praktischen Experimenten auch Einblicke in die Produkte, Produktionsprozesse und technischen Berufsfelder der beteiligten Unternehmen.
Mit dem KIDI setzt die oberösterreichische Industrie seit mittlerweile elf Jahren auf die frühzeitige Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik. Die Initiative soll Kindern die Möglichkeit geben, ihre Interessen und Talente zu entdecken und die vielfältigen Ausbildungs- und Berufschancen in der Industrie kennenzulernen.
Die teilnehmenden Unternehmen beim KIDI 2026:
- BRP-Rotax / RIC GmbH
- Erema Group GmbH
- FACC AG
- Fill Gesellschaft m.b.H.
- Fronius International GmbH
- Greiner AG
- KEBA Group AG
- LAT Nitrogen GmbH
- Linde Gas GmbH
- Miba AG
- Nemak Linz GmbH
- Pöttinger Landtechnik GmbH
- Siemens AG Österreich
- Sprecher Automation GmbH
- Starlim Spritzguss GmbH
- Tro Group
- voestalpine AG
MINT-Gütesiegel: Schulen und Kindergärten für ihren MINT Einsatz ausgezeichnet
Am 5. Oktober 2026 wurden im Haus der Industrie in Linz 23 oberösterreichische Schulen und vier Kindergärten für ihr besonderes Engagement in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik rezertifiziert. In Anwesenheit von Bildungsdirektor Dr. Alfred Klampfer erhielten sie die MINT-Gütesiegel-Plaketten für den Zeitraum 2026 bis 2029.
Mit dem MINT-Gütesiegel werden Bildungseinrichtungen ausgezeichnet, die durch innovative Lernangebote und vielfältige Zugänge das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Themen fördern. Die Auszeichnung gilt für drei Jahre und muss anschließend durch eine Rezertifizierung erneuert werden.
In Oberösterreich tragen mittlerweile 96 Schulen und 17 Kindergärten das MINT-Gütesiegel. Unter den heuer rezertifizierten Einrichtungen befinden sich mit der vivo Kinderwelt der voestalpine und dem Fronius Kinderland auch zwei betriebliche Kindergärten.
Die rezertifizierten Schulen aus Oberösterreich:
- HTBLA Steyr
- Fronius KinderLand Betriebskindergarten Fa. Fronius, Sattledt
- Kindergarten Helfenberg
- vivo Kinderwelt GmbH, Linz
- BRG/BORG Kirchdorf
- Mittelschule Stadl-Paura
- Mittelschule Gramastetten
- Mittelschule Vorderweißenbach
- NMS Johann Nestroy, Bad Ischl
- TNMS & PTS Sierning
- TNMS Lembach
- Adalbert Stifter Praxisvolksschule der PHDL, Linz
- Praxisvolksschule der PHOÖ, Linz
- Volksschule Lembach
- Volksschule Ostermiething
- VS 11 Wels
- VS Braunau-Neustadt
- VS Hagenberg im Mühlkreis
- VS Ort im Innkreis
- Kindergarten Happy Kids, Attnang-Puchheim
- HTBLA Wels
- b[r]g Enns
- BG/BRG Ramsauerstraße, Linz
- BRG Steyr
- MS Waldzell
- TNMS 3, Linz
- TNMS Ried im Innkreis
Über das MINT-Gütesiegel
Das MINT-Gütesiegel ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Industriellenvereinigung, der Wissensfabrik Österreich und der Pädagogischen Hochschule Wien. Es stellt eine bundesweit gültige Auszeichnung für innovatives Lernen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit vielfältigen Zugängen für Mädchen und Burschen dar. Ausgezeichnete Bildungseinrichtungen erhalten das MINT-Gütesiegel als digitales Logo für ihren Webauftritt sowie als Wandplakette für ihr Gebäude. Die ausgezeichneten Schulen und Kindergärten sind öffentlichkeitswirksam auf der „MINT-Landkarte Österreich“ unter www.mintschule.at verortet. Das Gütesiegel wird für die Dauer von drei Jahren vergeben, eine Wiedereinreichung ist nach einer Phase der Qualitätsentwicklung möglich. Erstmalig ausgezeichnete Bildungseinrichtungen werden bei der MINT-Gala im Haus der Industrie in Wien geehrt. Die Auszeichnung von rezertifizierten Bildungseirichtungen erfolgt auf regionaler Ebene, in Kooperation von Bildungsdirektionen und IV-Landesgruppen.
Weiterführende Informationen:
MINT Website: MINT ist Zukunft
MINT Gütesiegel: MINT-Landkarte









































