Welchen Wohlstand hätte Oberösterreich heute, hätten wir auf jene Demonstranten gehört, die sich gegen Innkreisautobahn, Pyhrn Autobahn, die Welser Westspange, die B309 nach Steyr und den Westring, die Donaukraftwerke, das Kraftwerk Lambach oder auch den Ausbau von Stromleitungen lautstark zu Wort gemeldet haben?
Oberösterreich wäre ein Entwicklungsland, das von internationalen Wertschöpfungsflüssen ausgeschlossen wäre. Die Verfügbarkeit hochmoderner, lokaler Cloud-Infrastrukturen direkt vor der Haustür verändert die Spielregeln für die oberösterreichische Industrie. Kürzeste Datenübertragungszeiten und ein rasanter Datenaustausch optimieren komplexe, automatisierte Produktionsprozesse der Industrie. Das Datencenter liefert die notwendige enorme Rechenleistung für moderne Künstliche Intelligenz (KI). Unternehmen, vom weltweit agierenden Leitbetrieb bis hin zum hochinnovativen KMU, können dadurch KI-Modelle, Simulationen und datenintensive Anwendungen lokal entwickeln und implementieren.
„Datencenter sind die Kraftwerke der digitalen Welt. Ohne leistungsfähige Recheninfrastruktur gibt es keine breite Anwendung von Künstlicher Intelligenz, keine moderne Cloud-Infrastruktur und keine weitere Digitalisierung unserer Industrie. Dass ein Weltkonzern wie Google dafür Oberösterreich auswählt, ist daher weit mehr als eine einzelne Betriebsansiedlung. Es ist ein international sichtbares Vertrauensvotum für unseren Standort“, betont IV OÖ-Präsident Thomas Bründl. Gerade für Oberösterreich als starke Industrieregion sei leistungsfähige digitale Infrastruktur ein entscheidender Standortfaktor. KI werde in allen Unternehmensbereichen – von F&E über Produktion und Administration bis zu Logistik und Kundensupport – eingesetzt und damit enorme zusätzliche Rechenkapazitäten benötigen. „Wir wollen in Oberösterreich KI nicht nur konsumieren, sondern industriell anwenden und daraus neue Wertschöpfung schaffen. Dafür brauchen wir neben Forschung, qualifizierten Fachkräften und leistungsfähigen Stromnetzen auch die entsprechende digitale Infrastruktur“, so Bründl.
„Kronstorf zeigt, was wir in Oberösterreich brauchen: Technologiezuversicht statt Technologieangst. Das Projekt ist eine Zukunftsinvestition, die Innovationen in der Industrie, der Medizintechnik oder bei autonomer Mobilität erst möglich macht“, betont IV OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. Die Exzellenzstrategie KI bildet das Fundament, den Standort Oberösterreich in den kommenden Jahren fundamental zu transformieren und damit KI-fit zu machen. „Man kann beim Thema KI nicht Nicht-Dabeisein. In Oberösterreich baut sich gerade ein starkes KI-Ökosystem, bestehend aus Hochschulen, Forschung, industrieller Anwendung, Start-ups und Infrastruktur, auf. Kronstorf ist ein sichtbarer Beleg für die Stärke Oberösterreichs und gibt eine Zukunftsperspektive“, betont Haindl-Grutsch. „Der Standort liefert und wir sichern damit unseren Wohlstand in der Zukunft.“


