Verbündete der Wirtschaft sehen anders aus!

Die IV OÖ betont aus aktuellem Anlass die massiven Positionsunterschiede zur Politik von Landesrat Anschober – Umfassendes Themenspektrum mit erheblichen Auffassungsdifferenzen – Asylrecht und Wirtschaftsmigration sind völlig unterschiedliche Themenbereiche, die einer differenzierten Antwort bedürfen

In seinem heutigen Kommentar in den OÖN bezeichnet Christoph Kotanko Landesrat Anschober als Verbündeten der Wirtschaft, was die Industriellenvereinigung Oberösterreich klar zurückweist.

Seit vielen Jahren gibt es zu einer Vielfalt an Themen erhebliche Meinungsunterschiede zwischen Anschober und der OÖ. Industrie. „Von der Gestaltung der Energiewende und des Ökostromausbaus, der Herangehensweise in Fragen der Klimapolitik, der Bedeutung von‚ Green Jobs‘ für Oberösterreich über ganz aktuell dem Standortentwicklungsgesetz, der Gestaltung der Mobilität - Stichwort Diesel-Bashing - bis zur Migrations- und Flüchtlingspolitik gab und gibt es massive Meinungsverschiedenheiten zwischen der Position des grünen Landesrates und der IV OÖ“, betont der Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ), Dr. Axel Greiner.

Den Fachkräftemangel durch Flüchtlinge, die eine Lehrausbildung machen, lindern zu wollen, ist eine nicht geeignete Maßnahme. Es ist erneut klar festzuhalten, dass Asyl und Migration völlig verschiedene Themenbereiche sind. „Österreich braucht dringend eine moderne Strategie der qualifizierten Zuwanderung, wie diese in zahlreichen Ländern dieser Welt bereits seit Jahren erfolgreich praktiziert wird“, so Greiner. Österreich hat es seit der Ostöffnung nicht geschafft, attraktiv für qualifizierte Migranten zu sein, sondern hat mehrheitlich gering qualifizierte Menschen aus dem Ausland angezogen.

Wirtschaftsmigration und die Einwanderung in unseren Sozialstaat sind dominante Motive für die Zuwanderung. Davon klar zu unterscheiden sind Flüchtlinge, die unter das Asylrecht fallen. „Betriebe wissen, ob eine zugewanderte Person geringe Chancen auf Asyl hat. In diesen Fällen eine Lehrausbildung zu starten, ist verantwortungslos und hebelt den Rechtsstaat aus“, erklärt der IV OÖ-Präsident. „Probleme, die durch die Abschiebung entstehen, könnten also von vornherein in den meisten Fällen vermieden werden.“

Österreich setzt im Zuge der EU-Ratspräsidentschaft richtigerweise einen deutlichen Schwerpunkt auf illegale Migration und den Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union. Wenn das nicht gelingt, wird es verstärkt zu ungesteuerter Zuwanderung kommen, die Europa aus gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Sicht auf Dauer nicht bewältigen kann.

Linz, 12. Juli 2018

Pressekontakt:
Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0
Dipl.-Ing. Dr. Joachim Haindl-Grutsch / joachim.haindl-grutsch@iv.at

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