2 Schritte in die richtige Richtung!

Treffpunkt Industrie bei POLYTEC Group: Neue Schwerpunktsetzungen auf Bundes- und Landesebene stärken die Zuversicht in der OÖ. Industrie

V.l.n.r.: Ing. Friedrich Huemer (CEO POLYTEC Holding AG), Dipl.-Vw. Marc Deimling (GF TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH), Dr. Werner Steinecker (design. CEO Energie AG Oberösterreich), Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl und IV OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch

Die Fortsetzung der IV OÖ-Veranstaltungsserie „Treffpunkt Industrie“ im Headquarter der Polytec Group in Hörsching stand ganz im Zeichen der Diskussion aktueller politischer Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene. „Nach zehn Jahren fehlender Reformen auf Bundesebene und einer großen Koalition, die vor wenigen Wochen noch vor dem Aus stand, gibt es nun ein durchaus ambitioniertes Regierungsprogramm, das 20 Maßnahmen umfasst, die dem Standort tatsächlich etwas bringen werden“, betonte Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) in einem Impulsstatement. „In einem Punkt muss man sich aber im Klaren sein“, so Haindl-Grutsch weiter: „Die Turbulenzen, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben, werden für uns auch in Zukunft ständiger Begleiter sein. Auch in unserem Bundesland hat eine neue Realität Einzug gehalten – wir müssen uns wieder stärker auf die Beine stellen, um Arbeitsplätze und Einkommen sichern und ausbauen zu können. Daher ist eine Standortagenda, die Antworten auf die aktuellen Probleme unserer Zeit gibt, jetzt die richtige Strategie!“

Geht es nach dem neuen Standortlandesrat Dr. Michael Strugl, so wird das zukünftige Regierungsteam schon bald mit der Umsetzung neuer strategischer Leitlinien beginnen. „Wir müssen mit einer neuen Finanzpolitik die Spielräume schaffen, um dort Schwerpunkte setzen zu können, wo die Zukunft des Landes bestimmt wird.“ Die Fachkräftelücke gelte es dabei ebenso zu bewältigen, wie die immer noch zu lange dauernden Betriebsanlageverfahren. „Der Weg zu einem gebündelten One-Stop-Shop ist noch ein weiter, wir werden aber dafür – wie für viele andere Veränderungen auch – kämpfen“, versprach Strugl vor etwa 90 Top-Managern der OÖ. Industrie.

POLYTEC-CEO und Gastgeber Ing. Friedrich Huemer kritisierte, dass das Thema Arbeitszeitflexibilisierung erneut aus dem neuen Arbeitsprogramm der Bundesregierung genommen und an die Sozialpartner zurückgespielt wurde: „Die Sozialpartnerschaft hatte die letzten zehn Jahre die Chance, dieses Thema gemeinsam zu lösen. Stattdessen hat sie sich in Richtung einer ‚Sozialgegnerschaft‘ entwickelt, die zum Stillstand im Land wesentlich beigetragen hat“, so Huemer.

TMS-Geschäftsführer Dipl.-Vw. Marc Deimling zeigte sich in der anschließenden Diskussionsrunde über die angekündigten Maßnahmen des Landes erfreut und beurteilte auch den auf Bundesebene beschlossenen Beschäftigungsbonus für zusätzliche Mitarbeiter positiv. Die TMS Turnkey Manufacturing Solutions GmbH plane, noch heuer 80 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, sofern die Bewerber in ausreichender Zahl zu finden sind. „Wahrscheinlich bekommen wir nur die Hälfte der benötigten Fachkräfte“, so Deimling, der die Änderungen auf Bundes- wie auf Landesebene als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete. In einem Punkt gebe es aber noch kräftigen Aufholbedarf: „Bei gleichem Bruttogehalt bleiben derzeit in Deutschland netto fast zehn Prozent mehr über. Die Lohnnebenkosten müssen in Österreich weiter deutlich reduziert werden!“

Für den designierten CEO der Energie AG Oberösterreich, Dr. Werner Steinecker, ist auch die neue Energiestrategie des Landes Oberösterreich ein wichtiger Erfolgsfaktor. Er kritisierte bisherige Verwerfungen im Energiebereich, die – insbesondere in Deutschland – durch Fehlanreize und durch ein falsch angelegtes Förderregime verursacht wurden. „Auch die im Arbeitsprogramm der Bundesregierung enthaltene große Ökostromnovelle ist daher sehr zu begrüßen“, zeigte sich Steinecker optimistisch.

Linz, 14. Februar 2017

 

Pressekontakt:
Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0
Dipl.-Ing. Dr. Joachim Haindl-Grutsch / j.haindl-grutsch@iv-net.at

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