Sparen der einzig richtige Weg!

IV OÖ-Geschäftsführer Haindl-Grutsch: Schulden machen bedeutet Abhängigkeit von Gläubigern, Sparen ermöglicht die selbstbestimmte Gestaltung der Zukunft – Oberösterreichs eingeschlagener Reform- und Sparkurs ist und bleibt der einzig richtige Weg – Leistungen der öffentlichen Hand dürfen und müssen etwas wert sein!

IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner, IV OÖ GF Dr. Joachim Haindl-Grutsch

Niemand würde privat so handeln, wie es die öffentliche Hand in Österreich seit Jahrzehnten praktiziert – nämlich Jahr für Jahr neue Schulden anzuhäufen, anstatt alte abzubauen. Während im privaten Bereich gewährte Kredite irgendwann von den Banken fällig gestellt werden, geht bei der öffentlichen Hand der Schuldenrucksack immer auf die kommende Generation über. Für Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) ist es daher eine verdrehte Welt, wenn jetzt von manchen politischen Akteuren und Organisationen kritisiert wird, dass Oberösterreich zu einem ausgeglichenen Budget zurückkehrt und eine Schuldenbremse einführt: „Alle, die jetzt den geplanten Sparkurs der oberösterreichischen Landesregierung kritisieren, handeln verantwortungslos gegenüber der künftigen Generation“, betont der IV OÖ-Geschäftsführer. „Gerade im Sozial- und im Kulturbereich, wo in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Budgetsteigerungen vorgenommen wurden, und wo die Effizienzsteigerungspotenziale klar ersichtlich am Tisch liegen, ist es absurd und zukunftsvergessen, wenn man gegen die Abkehr von der Schuldenpolitik in Oberösterreich zu mobilisieren versucht!“

Für den IV OÖ-Geschäftsführer steht darüber hinaus fest, dass Leistungen der öffentlichen Hand durchaus etwas wert sein dürfen und müssen – vor allem, wenn die Kosten sozial gestaffelt an die Leistungsempfänger weiterverrechnet werden. „Die Alles-gratis-Mentalität führt nur zu noch höheren Steuern und Abgaben und zu noch mehr Schulden für die nächste Generation“, kritisiert Haindl-Grutsch. Dies umso mehr, als Studiengebühren für FH-Plätze oder Gebühren für die Nachmittagsbetreuung von Kindern österreichweit die Regel sind und nicht die Ausnahme. Die wahre soziale Kälte bestehe vielmehr in der österreichischen Gepflogenheit, den Menschen einen guten Teil ihres hart erarbeiteten Einkommens über Rekordsteuern und -abgaben wegzunehmen, um ihnen einen Teil davon generös „als Gratisleistung“ wieder zurückzugeben.

„Generell gilt es zu verstehen, dass Schuldenmachen abhängig macht, während das Sparen die Unabhängigkeit steigert und eine selbstbestimmte Zukunftsgestaltung ermöglicht“, erklärt Joachim Haindl-Grutsch. Deswegen sei es der einzig richtige Weg, jetzt – in Zeiten einer guten Konjunkturentwicklung und sprudelnder Steuereinnahmen – Schulden abzubauen, über Konjunkturzyklen ausgeglichene Budgets vorzulegen und die richtigen Prioritäten für die Zukunftsfähigkeit des Landes zu setzen. Wer sich gegen so einen Kurs wehrt, anstelle die eigenen Effizienzpotenziale zu heben, dem geht es nicht um die Zukunft unseres Landes, sondern um Populismus und parteipolitischen Einfluss: „Es ist in Österreich schlechte Tradition, Jahr für Jahr neue Schulden anzuhäufen – damit muss endlich gebrochen werden“, so IV OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch. Nicht hochverschuldete Länder wie Griechenland, Frankreich oder Italien müssten Österreich und Oberösterreich als Vorbild dienen, sondern so erfolgreiche Länder wie die Schweiz, Schweden und Deutschland mit einer zukunftsfähigen Finanzpolitik: „Die Bevölkerung hat soeben erst Veränderung gewählt und nicht ein Weitermachen ohne Reformen und mit neuen Schulden. Deshalb ist es höchst an der Zeit, zu einem ausgeglichenen Budget zurückzukehren. Oberösterreich wird diesen zuletzt eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen und die neue Bundesregierung soll diesem Beispiel folgen!“

Linz, 30. Oktober 2017

 

Pressekontakt:
Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0
Dipl.-Ing. Dr. Joachim Haindl-Grutsch / joachim.haindl-grutsch@iv.at

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