Parlamentarier-Empfang der IV OÖ: Gemeinsam unter die Top-10-Industrieregionen aufsteigen!

Der Standort Oberösterreich liegt auf Platz 49 von 82 europäischen Industrieregionen – IV OÖ-Präsident Axel Greiner zeigte im Zuge des Parlamentarier-Empfanges bei Pöttinger in Grieskirchen die wesentlichen Aufholpotenziale für das Industrieland OÖ auf – „Es gibt ein klares Commitment zur Industrie, der Aufstieg unter die Top-Regionen Europas ist das gemeinsame Ziel!“

Parlamentarier-Empfang 2015

Der Standort Österreich steht auf dem Scheideweg: Steigende Staatsverschuldung und Wachstumsprognosen für 2015, die weit hinter jenen der übrigen Industrienationen liegen, sind deutliche Zeichen für den Rückfall Österreichs in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Hauptgründe dafür sind die immer stärkere Überregulierung, die mangelnde Arbeitszeitflexibilität, fehlende Reformen der Verwaltungsstrukturen und ein aus dem Ruder laufendes Pensionssystem. „Wenn die internationale Attraktivität des Standortes weiter sinkt, trifft es das industrie- und exportlastige Bundesland Oberösterreich zuerst und wesentlich stärker als andere Bundesländer“, betont Dr. Axel Greiner, Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ). „Damit Oberösterreich den Anschluss an die Top-10-Industrieregionen Europas schafft, müssen auf Bundes- und Landesebene entsprechende Maßnahmen gesetzt werden“, erklärte Dr. Axel Greiner, Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ).


Für diesen Appell nützte er den heurigen Parlamentarier-Empfang, zu dem der Vorstand der IV OÖ die oberösterreichischen Abgeordneten im Europäischen Parlament, Nationalrat, Bundesrat sowie im oberösterreichischen Landtag bereits traditionell einmal jährlich einladen darf. Knapp 30 Abgeordnete konnte der IV OÖ-Präsident heute bei Pöttinger Landtechnik in Grieskirchen begrüßen, um den Parlamentariern aller politischen Parteien die Welt der Industrie im Jahr 2015 näher zu bringen und mit ihnen die wichtigsten industriepolitischen Themen zu diskutieren. „In unserem Bundesland besteht ein klares Commitment zur Industrie, das sich quer durch alle Parteien zieht und überaus wichtig für die Zukunft unseres Landes ist“, betont Greiner. Das erklärte Ziel sei schließlich, den Standort Oberösterreich wieder unter die Top-Industrieregionen Europas zu bringen, „und dazu brauchen wir eine starke oberösterreichische Stimme für die Industrie in den verschiedenen Gremien auf europäischer, nationaler und landespolitischer Ebene“, so Dr. Axel Greiner.


Das 5-Punkte-Programm für den Standort Oberösterreich
Denn soviel steht fest: Auch der Industriestandort Oberösterreich hat Verbesserungspotenzial. Das Land liegt auf Platz 49 von 82 vergleichbaren europäischen Industrieregionen. Um den Aufstieg Richtung Top-10 zu ermöglichen, hat die IV OÖ ein 5-Punkte-Programm erstellt. Die Anhebung der Forschungsquote des Landes OÖ auf 4 Prozent bis zum Jahr 2020, die weitere Verbesserung der internationalen Infrastrukturanbindung, beste Bildung in Kindergarten und Volksschule sowie eine erstklassige technische Ausbildung in HTL, Fachhochschule und Universität sind wie auch weitere Effizienzsteigerungen in der Verwaltung von großer Bedeutung.


Der Vergleich mit europäischen Spitzenregionen zeigt zusätzlich, dass diese neben einer vollständig ausgebauten Infrastruktur vor allem über exzellente technische Hochschulen und Forschungseinrichtungen verfügen und die Absolventenzahlen in den MINT-Studienrichtungen in
Bezug auf die Einwohnerzahl um ein Vielfaches höher sind als in Oberösterreich. Genau deswegen müsse dem Ausbau der technischen Studienrichtungen an JKU und FH OÖ oberste Priorität beigemessen werden, erklärte Greiner.

In der Diskussion teilten die Parlamentarier die Meinung der Industrie, dass der Reformbedarf in vielen Bereichen und Themenfeldern in Österreich hoch sei und es insbesondere darum gehe, durch konkrete Unterstützungsmaßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Betriebe zu stärken, um damit Investitionen am Standort Oberösterreich zu forcieren. „Das Technologiezentrum Grieskirchen ist dazu ein Best-Practice-Beispiel für die Kooperation der öffentlichen Hand mit einem industriellen Leitbetrieb aus der Region“, betonte IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner abschließend.

Linz, 10. April 2015

Pressekontakt:
Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0
Dipl.-Ing. Dr. Joachim Haindl-Grutsch / j.grutsch@iv-net.at

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