AKOÖ-Reichenbashing: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!

Reiche und privilegierte Arbeiterkammer kassiert gesetzlich höchstmögliche Pflichtbeiträge

Nahezu täglich „beglückt“ AKOÖ-Präsident Kalliauer die Öffentlichkeit mit Pressegesprächen zu überwiegend parteipolitischen und linksideologischen Themen, die ausgeprägt Halbwahrheiten und Desinformation beinhalten. Mit Themen wie u.a. zuletzt „Lohndumping“, „Leistungskürzungen durch SV-Reform“, „Working Poor“ und heute erneut „Reichen-Bashing“ positioniert er sich als Opposition zur Bundesregierung in einer Intensität, wie es für einen Vertreter einer Pflichtorganisation aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht angemessen ist. „Einseitiger Klassenkampf ist nicht die Aufgabe einer gesetzlich verpflichtenden Kammerorganisation“, erklärt dazu IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner: „Dieses Auftreten im Österreich des 21. Jahrhunderts, welches über hochattraktive Arbeitsplätze und eines der am besten ausgebauten Sozialsysteme der Welt verfügt, ist weder sachlich richtig, noch zeitgemäß oder moralisch vertretbar.“ Dies insbesondere in dem Lichte, dass es nationale Pflichtmitgliedschaften für Arbeitnehmer innerhalb der EU nur in Luxemburg und Österreich gibt. Die von Kalliauer kritisierten „bösen Reichen“ sind hocherfolgreiche Unternehmer, die viele Milliarden Euro am Standort Österreich investieren und damit hunderttausende Arbeitsplätze schaffen. Wo Österreich ohne diese Investitionen im globalen Wettbewerb stünde, kann man in vom Sozialismus geprägten Ländern wie zum Beispiel Venezuela sehr gut nachvollziehen.

Die reiche AK agiert in einem geschützten Bereich ohne jegliches Risiko für die Kammer und ihre Mitarbeiter. Ihre jährlichen Einnahmen von über 430 Mio. Euro sind fast doppelt so hoch, wie alle im Parlament vertretenen Parteien zusammen an Parteienförderung bekommen, und steigen mit jeder Lohnerhöhung weiter an. Für viele Zwangsmitglieder – insbesondere den gesamten Mittelstand – sind die Forderungen der AKOÖ sogar diametral gegen ihre Interessen gerichtet – beispielsweise bei den ständigen Forderungen nach höheren Steuern und Abgaben oder nach Abbau von Überstunden. Gleichzeitig werden Führungskräfte in der AK überdurchschnittlich gut entlohnt: Der AK-Direktor streift in etwa gleich viel ein wie ein Landesrat verdient, das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt in der AKOÖ liegt bei mehr als 60.000 Euro. Darüber hinaus erhalten AK-Pensionisten zusätzlich zur normalen ASVG-Pension eine ansehnliche Betriebspension. Und auf den Wertpapierdepots und Bankkonten der AK sind zig Millionen Euro geparkt.

Das alles und zusätzlich teure Propaganda-Werbemaßnahmen werden finanziert aus den Zwangsbeiträgen der unselbständig Beschäftigten mit ihren hart im internationalen Wettbewerb verdienten Löhnen und Gehältern – sogar von jenen, die aufgrund ihres niedrigen Einkommens von der Lohnsteuer befreit sind.

Andererseits zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage, dass zwar 69 Prozent der Oberösterreicher über die verpflichtende Entrichtung einer AK-Gebühr informiert sind, aber nur 13 Prozent über die Höhe des monatlichen Pflichtbeitrages Bescheid wissen. Gar nur 8 Prozent ist es bekannt, dass die AK den höchstmöglichen Beitrag einhebt, den der Gesetzgeber erlaubt. Eine Mehrheit von 53 Prozent der Oberösterreicher hält diesen Schritt für unfair und nur 30 Prozent für in Ordnung. Laut Umfrage haben übrigens vier von fünf Mitgliedern in den vergangenen fünf Jahren keinerlei Leistungen von der AK bezogen. Für die IV OÖ steht damit fest: „Die Arbeiterkammer ist eine wichtige Organisation mit wichtigen, angesehenen Funktionen in unserer Gesellschaft – aber nicht in der Form, wie sie AKOÖ-Präsident Kalliauer wahrnimmt“, betont IV OÖ-Präsident Axel Greiner abschließend.

Informationen zum Thema „Gerechtigkeit und Umverteilung“ finden Sie unter:

https://www.iv.at/de/iv/pageflip/90186/#page=1

Linz, 28. September 2018

Pressekontakt:

Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0
Dipl.-Ing. Dr. Joachim Haindl-Grutsch / joachim.haindl-grutsch@iv.at

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