Werberat fordert sofortiges Aus für AK-Video

Das Verfahren gegen das AK-Video brachte eine Entscheidung: AK-Video ist diskriminierend, herabwürdigend gegenüber Frauen, suggeriert Dominanzgebaren gegenüber Mitarbeiterinnen als „normal“ und erfüllt nicht die im Ethikkodex der österreichischen Werbewirtschaft aufgestellten Anforderungen der sozialen Verantwortung und Redlichkeit

IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner, IV OÖ GF Dr. Joachim Haindl-Grutsch

Die Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) begrüßt die heute veröffentlichte Entscheidung des Österreichischen Werberates, welche eine Aufforderung zum sofortigen Stopp der AKOÖ-Kampagne bzw. zum sofortigen Sujet-Wechsel beinhaltet. „Pauschale und völlig undifferenzierte abwertende Darstellungen von Unternehmern und Führungskräften entsprechen nicht den moralischen und ethischen Anforderungen der diskriminierungsfreien Kommunikation und sind weiters als irreführend zu qualifizieren“, heißt es in der Entscheidungsbegründung. Exemplarisch für die Darstellung von Unterwerfung und Ausbeutung und somit für die Abwertung der Frau und der Gleichwertigkeit der Geschlechter wird der Griff in das Dekolleté der schwangeren Frau, die sich Geldscheine in den Ausschnitt stecken lässt, ohne sich selbst zu wehren, herangezogen.

Die aktuelle AKOÖ-Kampagne ist der Tiefpunkt in einer seit Jahren verfolgten Positionierung der Verunglimpfung und des Schlechtmachens des Unternehmertums im Allgemeinen und von Vorständen von Großbetrieben im Speziellen. Damit wird ein auf betrieblicher Ebene hervorragendes Zusammenarbeiten zwischen Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern ignoriert und ein künstlicher Klassenkampf in der Öffentlichkeit forciert. In der heutigen Arbeitswelt sitzen aber Unternehmer und ihre Mitarbeiter in einem Boot und kämpfen gemeinsam für den Erfolg im internationalen Wettbewerb. Dieses gemeinsame Boot hat Präsident Kalliauer bereits vor Jahren verlassen. Dabei wäre es gerade in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von starken Veränderungen und hoher Volatilität geprägt ist, entscheidend, dass die zentralen Akteure des Landes in einer gemeinsamen Standortpartnerschaft an der Zukunftsfähigkeit von Oberösterreich arbeiten.

Schon in den letzten Tagen hätte die AKOÖ die Möglichkeit gehabt, die Kampagne zu stoppen und damit ein Zeichen der Einsicht zu setzen. Vielleicht ist die Entscheidung des Werberates der notwendige Impuls, um die Positionierung der AKOÖ zu überdenken. Die IV OÖ fordert daher Präsident Kalliauer auf, die Kampagne unmittelbar zu stoppen und dem Willen zu seriösen Gesprächen mit der Arbeitgeberseite deutlich Ausdruck zu verleihen.

Linz, 08. Mai 2017

 

Pressekontakt:
Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0
Dipl.-Ing. Dr. Joachim Haindl-Grutsch / joachim.haindl-grutsch@iv.at

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